Behandlungsmethoden

Paar mit Kinderwunsch?

Für viele kinderlose Menschen stellt die Möglichkeit, sich künstlich befruchten zu lassen, der letzte Ausweg dar. Häufig haben es diese Frauen und Männer schon mit diversen Medikamenten (z.Bsp. Hormone) und alternativen Mitteln probiert. Um diesen Paaren den Kinderwunsch zu erfüllen, stehen in der Medizin verschiedene Verfahren zur Wahl. Die richtige Methode ist von den individuellen Ursachen der Kinderlosigkeit abhängig. Daher sollte vor einer Behandlung eine gründliche Untersuchung erfolgen.

Mögliche Ursachen unerfüllter Kinderwünsche:

Wenn der Wunsch nach einem Kind nicht in Erfüllung geht, kommen unterschiedliche Ursachen in Betracht. Einige dieser Faktoren können häufig durch die Partner selbst behoben werden. Dazu zählt vor allem eine Umstellung im Lebenswandel (z.Bsp. Rauchen, Alkohol, falsche Ernährung, Stress). Schwieriger wird es jedoch bei Ursachen, die einen medizinischen Hintergrund haben. So können auch bestimmte Medikamente und Behandlung (Chemotherapie), aber auch manche Erkrankungen (Schilddrüsenfehlfunktion, Diabetes, Zahnfüllung aus Amalgam, Tumore, Viren) können einen negativen Einfluss auf die Zeugungsfähigkeit haben.

Methoden der künstlichen Befruchtung

Ist es dem Paar nicht möglich, durch Ursachenforschung zum Ziel zu gelangen, stellt die künstlich herbeigeführte Schwangerschaft möglicherweise eine Alternative dar. Welche Methode dabei in Frage kommt, wird Ihr Arzt nach einer entsprechenden Untersuchung feststellen.

Hauptsächlich werden zur künstlichen Befruchtung die ersten zwei Verfahren angewandt. Von diesen sind jedoch diverse Abwandlungen bzw. erweiterte Methoden bekannt:

  • Insemination
    Die Befruchtung der Eizelle erfolgt nach einer künstlichen Samenübertragung im Körper der Frau. Anwendung findet diese Methode vor allem bei einer geringen Fruchtbarkeit des Mannes. Von dieser Methode gibt es diverse Sonderformen.
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  • In-Vitro-Fertilisation
    Abgekürzt: IVFDieser Fachbegriff bedeutet soviel wie “Befruchtung im Glas”. Spermien und Eizellen treffen daher außerhalb der Gebärmutter aufeinander. Die IVF wird häufig dann angewandt, wenn bei der Frau ein Eileiterverschluss festgestellt wurde oder die vorangegangene Insemination erfolglos verlaufen ist.
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  • In-vitro-Maturation
    Abgekürzt: IVMBei dieser Variante der In-vitro-Fertilisation werden der Frau unreife Eizellen entnommen. Diese reifen dann in einer Petrischale nach. Die IVM wird vor allem bei Frauen angewandt, deren Eierstock nur unreife Eizellen produziert.
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  • Intratubarer Gametentransfer
    Abgekürzt: GIFTDie GIFT-Methode wird häufig bei einer Unfähigkeit zur Befruchtung durch den Mann, aber auch bei ungeklärter Unfruchtbarkeit der Frau angewandt. Im Rahmen einer Bauchspiegelung werden die Eizellen entnommen und mit den speziell behandelten Samenzellen in den Trichter des Eileiters eingesetzt.
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  • Intracytoplasmatische Spermieninjektion
    Abgekürzt: ICSIDas Verfahren ICSI kommtzum Einsatz, wenn die Quantität und Qualität der Spermien sehr niedrig ist. Es handelt sich um eine fortschrittliche Form der IVF. Durch das medizinische Fachpersonal wird mittels Mikroskop ein einzelnes Spermium ausgewählt und direkt in die Eizelle der Frau eingebracht.
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