In-vitro-Fertilisation (IVF)

IVF: Eizelle und Samenzellen

Bei einer In-Vitro-Ferilisation erfolgt die Befruchtung der Eizelle außerhalb des weiblichen Körpers. Aus diesem Grund wird diese Methode umgangssprachlich auch “Reagenzglasbefruchtung” genannt. Sie kommt in Frage, wenn bei der Frau ein Eileiterverschluss diagnostiziert wurde. Aber auch bei fehlgeschlagenen Inseminationen oder einer ungeklärten Ursache der Kinderlosigkeit kann der Arzt zur IVF raten.

Ablauf der In-vitro-Fertilisation

In der Vorbereitungsphase werden der Frau Hormone verabreicht, um die Bildung von Eizellen anzuregen. Haben diese eine ausreichende Größe erreicht, wird ein weitere Hormon verabreicht. Dieses soll den Eisprung einleiten. Am nächsten oder übernächsten Tag werden die Eizellen entnommen. Nahezu zeitgleich wird der Mann zur Masturbation angehalten, um sein Sperma zu erhalten. Alternativ wird evtl. vorhandenes Sperma aus früheren Behandlungen aufgetaut.

Je eine Eizelle kommt zusammen mit einer ausreichenden Menge Sperma in eine Petrischale mit Nährstofflösung. Dort findet in den nächsten 24 Stunden die Befruchtung durch eines der Spermien statt. Wenige Tage später haben sich aus den Eizellen durch Zellteilung kleine Embryonen entwickelt. Bis zu drei von ihnen werden nun durch den behandelnden Arzt in die Gebärmutter transferiert. Dazu werden diese mittels eines Katheters aufgesogen und unter Ultraschallkontrolle entsprechend positioniert.

Die nächsten drei Tage sollte sich die Frau bestmöglichst schonen. Diese Zeit benötigt ein Embryo in etwa, um sich in die Gebärmutterschleimhaut einzunisten. Zur Unterstützung wird der werdenden Mutter in den folgenden zwei Wochen das  Hormon Progesteron verabreicht. Nach Ablauf dieser Wartezeit erfolgt ein Schwangerschaftstest, der dem Paar die ersehnte Gewissheit gibt.

Bei den Methoden ICSI und IVM handelt es sich um Abwandlungen der hier beschriebenen klassischen In-vitro-Fertilisation.

Kosten einer IVF

Eine Behandlung kostet in der Regel zwischen 2800 und 3500 Euro. Darin sind die Ausgaben für Medikamente bereits enthalten. Abhängig von der Versicherung ist es möglich, dass sich die Krankenkasse prozentual beteiligt.

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