Zuschuss vom Staat: Diese Bundesländer fördern die künstliche Befruchtung

Bundesländer fördern künstliche Befruchtung

Im Bundesfamilienministerium plant man schon seit geraumer Zeit eine einheitliche staatliche Unterstützung kinderloser Paare durch Bund und Länder. Aktuell fördern vor allem die Bundesländer im Norden und Osten Deutschlands die künstlichen Befruchtungsmethoden der Kinderwunschbehandlung. Die Zuschüsse vom Staat können in diesen Regionen bis zu 50 Prozent betragen.

Wer Fördergelder beantragen möchte, sollte auch die örtlichen Voraussetzungen beachten. Zur Zeit existieren gravierende Unterschiede bei den Bedingungen zum Alter, dem Status der Partnerschaft und dem Behandlungsort. Häufig wird voraus gesetzt, dass die Antragssteller das 40. (Frauen) bzw. 50. (Männer) Lebensjahr noch nicht überschritten haben, im betreffenden Bundesland wohnen und sich auch dort behandeln lassen.

 

Übersicht: Förderung durch die Bundesländer

Die folgende Liste soll einen schnellen Überblick geben. Trotz aller Sorgfalt kann ich jedoch nicht für die durchgängige Aktualität und Korrektheit der Angaben garantieren. Wer neue oder andere Informationen hat, kann diese gerne weiter unten als Kommentar hinterlassen.

Mecklenburg-Vorpommern:
Das besonders dünn besiedelte Bundesland Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich an den Kosten der ersten drei Versuchen durch IVF/ICSI mit bis zu 25%. Bund und Land teilen sich den Zuschuss mit jeweils 12,5%.

Niedersachsen:
Die ersten drei Versuche der IVF/ICSI werden mit max. 800 bzw. 900 Euro unterstützt. Für den 4. Versuch gibt es maximal 1600 bzw. 1800 Euro.

Sachsen:
Schon seit 2009 unterstützt der sächsische Freistaat den Babywunsch seiner kinderlosen Familien auch finanziell. Betrag je IVF oder ICSI: 2./3. Versuch mit je 900 Euro Pauschale; 4. Versuch mit 1800 Euro

Sachsen-Anhalt:
Sowohl verheiratete, als auch unverheiratete zweigeschlechtliche Paare haben in Sachsen-Anhalt grundsätzlich die Möglichkeit, einen Zuschuss für die In-vitro-Fertilisation oder eine Intracytoplasmatische Spermieninjektion zu beantragen. Bezuschusst wird der 2. und 3. Versuch mit je 500 für die IVF bzw. 700 Euro für die ICSI; der 4. Versuch wird mit 1000 bzw. 1200 Euro gefördert.

 

Fazit

Es kann sich durchaus lohnen, einen Landeszuschuss für die Kinderwunschbehandlung zu beantragen. Frauen, die sich derzeit kostengünstig künstlich befruchten lassen möchten, sollten ihren Hauptwohnsitz mit bedacht wählen. Alternativ oder ergänzend kann man sich zudem in der passenden Krankenkasse versichern lassen, denn auch hier gibt es gravierende Unterschiede bei den Leistungen.

Bild: © Salome – Fotolia.com

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